Vegan Metabolic – Teil 1

Vegan Metabolic – Teil 1

Ich hatte ja schon immer den Verdacht, dass ich manche Lebensmittel weniger gut vertrage als andere und damit auch weniger schlecht verdauen kann. Daher habe ich mich für das Metabolic Balance Programm entschlossen und einen Bluttest machen lassen, der hervorragend ausgefallen ist. Bei Metabolic Balance geht es neben einer gewünschten Gewichtsabnahme um eine Ernährungsumstellung (meiner Meinung nach der einzig wahre Weg zu langfristig weniger auf den Rippen), bei der man nur noch Lebensmittel essen soll, welche vom Körper auch verwertet werden können. Ermittelt werden diese Lebensmittel vereinfacht gesagt anhand einer Auswertung des eigenen Blutes. Da ich ja ein Fan von solchen “Experimenten” bin, solange sie meinem Körper auch gut tun und ich dieses Metabolic-Programm schon lange mal ausprobieren wollte, landete ich letztendlich bei einer Heilpraktikerin, die die Analyse durchgeführt hat.

Wie “funktioniert” Metabolic Balance?

Zuerst beginnt man eine Ernährungsumstellung (wie jede andere auch) am besten mit zwei Entlastungstagen. Das bedeutet, dass man seinen Körper und seinen Darm auf die neue Ernährungsweise umstellt. Hierzu gibt es verschiedene Möglichkeiten, ich bevorzuge aber die gemäßigte Variante mit Suppe und leicht gedünstetem Gemüse. Zur vollständigen Darmreinigung empfehle ich die Verwendung von F.X. Passage Salz (amazon.de Link) – alternativ gehen auch die bekannten Mittel wie Glaubersalz (amazon.de Link) und Bittersalze (amazon.de Link). Das F.X Passage Salz ist mir am sympathischsten, da es auch für natürliches Heilfasten geeignet ist – schadet also nicht, wenn man das zu Hause hat.

Diese beiden Entlastungstage sind bei weitem nicht so schlimm und viel angenehmer als ich erst dachte. Wichtig wäre, dass Ihr Euch eine selbst gemachte Gemüsebrühe zubereitet. Mein Rezept für eine leckere Gemüsebrühe gibt es hier:

  • 200 g Karotten
  • 100 g Petersilienwurzel
  • 100 g Lauch
  • 50 g frischer Fenchel
  • 1 Kartoffel
  • 3,5 Liter Wasser
  • 15 g Salz
Wasser zum kochen bringen. Währenddessen Gemüse in gröbere Stücke schneiden, damit man diese später wieder einfach aus der Suppe fischen kann. Wenn das Wasser kocht, alle Zutaten in den Topf geben und gute 15 g Salz mit hinzufügen. Das ganze darf gut und gerne 20 – 30 Minuten bei niedriger Flamme köcheln. Da man nach den Entlastungstagen des Öfteren Gemüsebrühe benötigt, empfehle ich, gleich ca. 1,5 – 2 Liter der Brühe abzufüllen und im Kühlschrank aufzubewahren. Die Brühe hält im Normalfall gute 2 Wochen, sodass man immer etwas Brühe da hat, wenn man sie benötigt.

Den Rest der Brühe kann man dann – wenn man möchte, inkl. der Beilagen, während der beiden Entlastungstage essen.

Metabolic Balance baut eine Mahlzeit in der Regel aus 3 Bestandteilen auf:

  1. Eiweis
  2. Kohlehydrate
  3. Sonstiges

Diese 3 Bestandteile sind in meinem Plan eigentlich bei jeder Mahlzeit enthalten. Dies wird aber von Person zu Person verschieden sein. Für mich ebenso Pflicht ist es 3 x am Tag, direkt nach einer Mahlzeit Obst zu essen. Hier kommen für mich nur wenige Obstsorten in Frage, wie z.B. Äpfel, Orangen, Mango, Papaya, … aber das macht mir nichts aus, da ich bislang außer Bananen in meinem Ernährungsplan nichts vermisse.

Interessant für mich ist noch die Aussage meiner Heilpraktikerin, dass es derzeit noch keine festen Pläne für Veganer bei Metabolic Balance gibt. Selbst mir als Veganer wurden Eier als Eiweißquelle empfohlen, meine Heilpraktikerin meinte aber, dass ich diese Eiweiße durch meine üblichen Quellen ersetzen soll und die Eier im Plan einfach ignorieren soll.

Wie lange dauert Metabolic Balance?

Das Ziel von Metabolic Balance ist es, die eigene Ernährung umzustellen – somit: für immer. Die Umstellungsphase ist in der Regel nach einigen Wochen in einem 4-Stufen-Plan abgeschlossen und man kann ganz normal kochen.

Die erste Phase besteht aus den beiden Entlastungstagen. Macht diese am besten am Wochenende, da es angenehmer ist, wenn Ihr Euch während der Arbeit nicht auch noch mit eurer Ernährung auseinandersetzen müsst. Während der Entlastungsphase sollte man die Hälfte vom Üblichen Frühstücken, Mittags Gemüsebrühe mit Beilage essen und Abends gedünstetes Gemüse. Es gibt zusätzlich für den zweiten Tag noch eine Variante bei der man nur ein bestimmtes Lebensmittel den ganzen Tag über essen darf, wie z.B. 1 kg Obst am Tag oder 1 kg Gemüse am Tag.

Die zweite Phase dauert dann zwei Wochen. Hier erfordert es etwas Konsequenz in der Umsetzung und man sollte sich hier strikt an die Pläne halten: Keine Öle, immer wenigstens 5 Stunden während den Mahlzeiten nichts zu sich nehmen, viel trinken (ich muss in etwa 3 1/2 Liter pro Tag trinken), Essig darf verwendet werden. Wenn man in den ersten Tagen Kopfweh hat, nicht wundern und wenn es sich aushalten lässt, dann keine Tabletten nehmen.

Wie es mir bei der zweiten Phase geht und wie sich das Programm für mich entwickelt, werde ich berichten. Der Gewichtsstand heute Früh war bei 84,4 kg und einem Fettanteil von 22,3%. Mein Ziel ist es, mindestens 6 Kilo über diese Ernährungsform abzunehmen und dauerhaft zu halten.

Der erste Tag der 2. Phase

Jetzt ist gerade das Mittagessen vorbei und ich fühle mich satt – wahrscheinlich für die kommenden Stunden, da die Portion heute echt groß gewesen ist und eigentlich viel größer als meine üblichen Malzeiten. Zudem “tracke” ich zum Test meine Lebensmittel zusätzlich mit einer praktischen iPhone App “MyFitnessPal”. Hier sagen meine Nährstoffwerte eigentlich, dass ich heute mit meinem Essen schon zu viel Fett zu mir genommen habe, aber ich werde sehen, wie es sich entwickelt. Vielleicht schaffe ich es ja Metabolic Balance für mich noch so weiter zu entwickeln, dass es meinen üblichen Essgewohnheiten entspricht.

 

Bildreferenz: https://www.flickr.com/photos/artotemsco/